Wandel zur Einheit
von Meister —, übermittelt von Benjamin Creme

Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift Share International hat Benjamin Cremes Meister vorgesehen, dass seine Artikel auch wiederholt, der jeweiligen Weltsituation entsprechend, veröffentlicht werden sollten. Tatsächlich scheinen viele dieser Artikel heute sogar noch relevanter zu sein als zu der Zeit, in der sie erstmals veröffentlicht wurden.

Wenn die Menschen endlich die Bilanz aus ihrer gegenwärtigen Situation ziehen, werden sie zugeben müssen, dass es um ihre Welt nicht zum Besten steht. Die Zustände in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt sind so problematisch, dass sie den Erfindungsreichtum aller Länder auf eine sehr harte Probe stellen. Selbst diejenigen Länder, die wirtschaftlich dominant zu sein scheinen, haben Probleme, die ein sorgenfreies Leben verhindern, wie es ihrem Wohlstand gemäß wäre. Warum gelingt es den Nationen nicht, ein gewisses Gleichgewicht und einen gewissen Wohlstand zu schaffen? Warum versinken plötzlich selbst alte, reiche und erfahrene Nationen in Chaos und Gewalt? Warum müssen so viele Menschen leiden und sich quälen; warum kann der Sinn für Einheit sich nicht durchsetzen?
Auf diese Fragen gibt es viele verschiedene Antworten, aber der alles verbindende Faktor ist die Zeit, der Zeitpunkt in der Geschichte der Erde, zu dem diese Fragen gestellt werden.
Die heutige Zeit ist in der Geschichte der Welt beispiellos. Die Veränderungen, die derzeit stattfinden, sind so gewaltig, dass sie den Verstand des Menschen übersteigen und das Leben, wie wir es kennen, von Grund auf und für immer verändern werden. Diese Veränderungen finden auf jeder Ebene statt, einige gehen langsam vor sich – was auch das Gefüge der Erdkruste betrifft; andere mit einer zunehmenden Dynamik, die das Urteils- und Reaktionsvermögen der Menschen auf die Probe stellt.
In diesem Kontext sind die müden Ideen rückwärtsgewandter, von Macht und Einfluss verblendeter Politiker sinnlos. Heute ist es das Volk, das seinen Führern voraus ist und lautstark seine Vorstellungen und Bedürfnisse artikuliert. In einem Land nach dem anderen gewinnt die Stimme des Volkes an Klarheit und Deutlichkeit. Millionen verfügen jetzt über die nötige Bildung, um zu wissen, was sie brauchen: Frieden, Arbeit und Vertrauen in die Zukunft. Gleichzeitig entwickelt sich ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das ihre Erwartungen und Forderungen zunehmend beeinflusst. Sie wissen, dass sie auf der Welt nicht allein sind, sondern überall Millionen von Brüdern und Schwestern haben, deren Probleme und Bedürfnisse die gleichen sind.
Auf diese Weise reagieren die Menschen – auch wenn sie sich der Anwesenheit Maitreyas und seiner Lehren gar nicht bewusst sind – auf seine Energien und auf seinen Einfluss und bauen die Strukturen der Zukunft auf. (Share International, September 2011)


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