Rettet unseren Planeten (SOP)

„Abgesehen von Krieg, ist die bei weitem größte Gefahr für die Zukunft aller Menschen die Umweltverschmutzung. Manche Länder haben diese Tatsache erkannt und einige Maßnahmen eingeleitet, um die Verschmutzung und die Erwärmung der Erde einzudämmen. Andere, teilweise die Hauptverursacher der Umweltverschmutzung, leugnen die Realität der Erderwärmung, obwohl dafür überwältigende Beweise vorliegen. Tagtäglich beweisen die Klimaveränderungen, dass unser Planet krank ist und sofort sachkundige Hilfe braucht, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind muss sich an dieser Aufgabe beteiligen. Die Zeit rennt uns wirklich davon. SOP! Save our planet – rettet unseren Planeten!“
Benjamin Cremes Meister, 8. September 2012

Nachernte-Bewegung

Nun gibt es in Spanien auch eine „Nachernte-Bewegung“. Bei der Nachernte werden Feldfrüchte eingesammelt, die nach der Ernte für den kommerziellen Verkauf übrig geblieben sind. Diese alte ländliche spanische Tradition, die sich auf die Würde der Armen beruft und der kommunalen Ernährung dient, ist aufgrund der gegenwärtig herrschenden wirtschaftlichen Not zu neuem Leben erweckt worden. Den Verfechtern dieser neuen Bewegung zufolge können dadurch die intensive Bodennutzung verringert, die Ernährung verbessert, Hungernde ernährt werden und Menschen am Rande der Gesellschaft dabei Arbeit finden.

Während der Großteil der Nachernten derzeit an Lebensmittelbanken geht, produziert das Sozialunternehmen der Espigoladors (katalanisch, etwa: „die Nachleser“) daraus auch Marmeladen, Suppen und Saucen unter der Marke „Es Imperfect“ („nicht makellos“). Und mit ihrer Anzeigenkampagne „Ich bin auch nicht makellos“ mit Fotos von Normalbürgern, die angemalte Früchte hochhalten, werden die konventionellen Schönheitsvorstellungen von Nahrungsmitteln infrage gestellt. Das Nachernte-Projekt will damit die irrige Vorstellung abbauen, bräunlich verfärbtes oder weiches Obst und Gemüse oder solches mit ungewohnter Form seien weniger schmackhaft.
„Die Espigoladors sind für uns deswegen so wichtig, weil sie ihr Gemüse direkt vom Feld holen“, erklärt der städtische Lebensmittelbankenkoordinator Arnau Garcia. „Die Menschen, die zu uns kommen, haben oft kein geregeltes Leben und legen keinen Wert auf Gemüse. Wir meinen jedoch, dass Gemüse sehr wichtig ist und geben ihm einen hohen Stellenwert.“ Wer zu einer Lebensmittelbank kommt und bei der Nachlese mitmacht, darf eine Kiste von dem, was er geerntet hat, mit nach Hause nehmen. Nachdem Bauern Probleme mit Diebstahl hatten, statten die Espigoladors alle ihre Erntehelfer mit grünen Latzhosen aus.
In den USA werfen die Menschen aufgrund ihres Makellosigkeitskults fast genauso viele Lebensmittel weg, wie sie essen, wodurch Hunger und Armut zunehmen und die Umwelt stark belastet wird. Riesige Mengen reifer Feldfrüchte verrotten auf den Feldern, werden zu Viehfutter oder landen direkt auf der Mülldeponie. „Alles dreht sich um die Makellosigkeit der Lebensmittel“, meint Jay Johnson, der frisches Obst und Gemüse aus North Carolina und Zentralflorida liefert. „In unserer Branche muss heutzutage alles makellos sein, sonst wird es zurückgewiesen. Es wird für makellos befunden oder, falls nicht, abgelehnt. Und dann bleibt man darauf sitzen.“ Der Nahrungsmittelverlust findet auf den Feldern, in den Lagern, beim Verpacken, bei der Lieferung, im Supermarkt, in den Restaurants und in den Kühlschränken statt. Gemäß einer Berechnung der US-Regierung werden jedes Jahr rund 60 Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Wert von 160 Milliarden Dollar von Händlern und Konsumenten weggeworfen – ein Drittel der gesamten nationalen Nahrungsmittelproduktion. (Quellen: theguardian.com, imdb.com; feedbackglobal.org)

Indien: Knapp 50 Millionen Bäume in 24 Stunden gepflanzt
Mehr als 800 000 Freiwillige haben in Uttar Pradesh in 24 Stunden 49,3 Millionen Bäume gepflanzt und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Die Regierung dieses indischen Bundesstaats hatte überall Setzlinge verteilt, um die Waldflächen zu vergrößern und den Guinness-Weltrekord für die Anzahl der innerhalb von 24 Stunden gepflanzten Bäume zu brechen, den Pakistan 2013 mit 847 275 Bäumen aufgestellt hatte.
Schüler, Studenten, Abgeordnete, Regierungsbeamte, Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen und sonstige Freiwillige haben die Bäume an festgelegten Stellen entlang von Straßen, Eisenbahntrassen und in Waldgebieten gepflanzt. Laut einem Forstbeamten des Bundesstaats soll der Zustand der gepflanzten Bäume regelmäßig anhand von Luftaufnahmen kontrolliert werden.
Der Ministerpräsident von Uttar Pradesh, Akhilesh Yadav, erklärte, man wolle mit dieser Rekordaktion das Bewusstsein und das Interesse für die Aufforstung und den Naturschutz wecken. „Die Welt hat begriffen“, so Yadav, „dass zur Einschränkung der Folgen des globalen Klimawandels ernsthafte Anstrengungen zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen unternommen werden müssen. Uttar Pradesh hat dabei einen Anfang gemacht.“
Die indische Regierung hat inzwischen über 6,2 Milliarden Dollar für Baumpflanzaktionen im ganzen Land bereitgestellt und alle Bundesstaaten dazu aufgefordert, dem Beispiel Uttar Pradeshs zu folgen. Das Land hat sich verpflichtet, seine gesamten Waldflächen bis 2030 auf 9,4 Milliarden Hektar auszudehnen. (Quellen: ecowatch.com, huffingtonpost.com, popsci.com)



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