Meinung


Der Papst und der Dalai Lama vertreten Maitreyas Prioritäten
Share International bringt hier Auszüge aus den jüngsten Reden des Papstes und des Dalai Lama.

Der Papst spricht zur Jugend in Polen
Papst Franziskus nahm seinen Polenbesuch im Juli 2016 zum Anlass, die Jugend dazu aufzurufen, sich für die weniger Privilegierten einzusetzen. Auf dem internationalen katholischen Jugendfestival bei Krakau sagte er am 30. Juli: „Wir sind nicht auf die Welt gekommen, um bloß zu vegetieren... Wir kamen aus einem anderen Grund: um eine Spur zu hinterlassen. Die Zeiten, in denen wir leben, verlangen nicht nach jungen Couch-Potatoes...“ Er sagte, dass ständiges vor dem Bildschirm Hocken, wo schreckliche Ereignisse wie irgendein beliebiger Bericht in den Nachrichten aussehen, die Jugendlichen empfindungslos für das Leiden anderer mache. „Für viele Leute ist es bequemer, schläfrige und stumpfsinnige Kinder zu haben, die Glück mit einem Sofa verwechseln.“
Der Papst betete für Syrien und sagte, die Welt stehe im Krieg: „Unsere Antwort auf eine Welt im Krieg trägt einen Namen: Brüderlichkeit.“
Am 28. Juli hatte er schon in einer Ansprache vor Hunderttausenden von Pilgern in Krakau die Jugendlichen ermahnt, nicht länger ihr Leben zu vergeuden, sondern nach Erfüllung zu suchen.
„Es schmerzt mich, junge Menschen zu treffen, die sich für die ‚Frühverrentung‘ entschieden haben. Ich bin bekümmert, wenn ich junge Menschen sehe, die ‚das Handtuch geworfen‘ haben, bevor das Spiel begonnen hat, die sich schon geschlagen geben, bevor sie anfangen zu spielen, die verdrießlich herumlaufen, als hätte das Leben keine Bedeutung. Tief in ihrem Inneren sind solche jungen Menschen gelangweilt – und langweilig. Aber es ist auch hart und beunruhigend, junge Menschen zu sehen, die ihr Leben vergeuden, indem sie nach Kicks oder einem Lebensgefühl suchen, indem sie dunkle Pfade einschlagen und am Ende dafür bezahlen müssen – und teuer bezahlen. Es ist bestürzend, junge Menschen zu sehen, die einige der besten Jahre ihres Lebens vergeuden und ihre Energien verschwenden, indem sie den Dealern törichter Illusionen nachlaufen..., die ihnen ihr Bestes rauben.
Ich frage Sie also: Suchen Sie nach leeren Kicks im Leben oder wollen Sie eine Kraft spüren, die Ihnen ein bleibendes Gefühl von Leben und Erfüllung verleiht? Leere Kicks oder die Kraft der Gnade?“
Mitfühlende Herzen seien „bereit, jeden zu umarmen“, sagte der Papst. „Ein mitfühlendes Herz ist fähig, ein Ort der Zuflucht für jene zu sein, die kein Heim haben oder ihr Heim verloren haben, es ist fähig, ein Heim und eine Familie für jene aufzubauen, die zur Emigration gezwungen sind: Es kennt die Bedeutung der Zärtlichkeit und der Barmherzigkeit. Ein mitfühlendes Herz kann sein Brot mit den Hungernden teilen und Flüchtlinge und Migranten willkommen heißen.“ [...]
Der Terrorismus gedeiht, wenn es keine anderen Optionen gibt und wenn im Zentrum der globalen Wirtschaft der Gott des Geldes steht und nicht der Mensch – Männer und Frauen –, das ist bereits der Anfang des Terrorismus! Sie haben das Wunder der Schöpfung – Mann und Frau – ausgestoßen und das Geld an seine Stelle gesetzt. Das ist ein grundlegender Terrorismus gegen die ganze Menschheit! Denken Sie darüber nach!“ (Quelle: Catholicnewsagency.com; guardian.com)

Der Dalai Lama
Am 27. Juli 2016 feierte seine Heiligkeit der Dalai Lama seinen Geburtstag mit folgender Botschaft: „Meine lieben Brüder und Schwestern, ich möchte euch für eure Grüße und Glückwünsche zu meinem 81. Geburtstag danken. Es würde mich noch glücklicher machen, wenn diese guten Wünsche in ein umfassenderes Verständnis der Warmherzigkeit umgewandelt würden; wenn die Menschen aus einer echten Besorgnis um das Wohlergehen anderer handelten. Einfach ausgedrückt, bedeutet das: Seid anderen behilflich, wenn ihr könnt. Wenn ihr es nicht könnt, dann vermeidet es zumindest, anderen Schaden zuzufügen.“ [...]
Indem er die Notwendigkeit der Vielfalt der Religionen erklärte, sagte der Dalai Lama:
„Verschiedene Philosophien sind notwendig. Im Lauf von mehr als 2000 Jahren haben sich verschiedene Lebensweisen entwickelt. Große Lehrer sind erschienen und haben die Botschaft der Liebe gelehrt. Doch aufgrund der verschiedenen Lebensbedingungen gab es auch verschiedene Lebensweisen. Folglich sind auch verschiedene Denkweisen entstanden. Daher ist es notwendig, verschiedene philosophische Sichtweisen zu haben.“
Verschiedene Philosophien seien einfach verschiedene Methoden, um die Bedeutung der Liebe zu vermitteln. Jede habe ihre eigenen wirksamen Wege zu praktizierter Liebe.
Zum Thema Islam erzählte seine Heiligkeit auch, wie er von seinen muslimischen Freunden gelernt habe, dass das wirkliche Praktizieren des Islam das Praktizieren von Liebe sei. Ein wahrer Muslim müsse seine Liebe auf alle Geschöpfe Allahs ausdehnen. Genauso müsse auch ein wahrer Buddhist seine Liebe auf alle fühlenden Wesen ausdehnen. Trotz verschiedener philosophischer Sichtweisen hätten beide die gleiche Absicht, das gleiche Ziel.
Seine Heiligkeit erwähnte auch den Konflikt in der Muslimgemeinschaft und sagte: „Es ist sehr bedauerlich, dass wir in vielen muslimischen Ländern einen Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten erleben. Das ist sehr traurig, vor allem weil die Religion die Ursache dieses Konflikts ist. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Schiiten und Sunniten die Anhänger desselben Propheten Mohammed sind. Beide studieren den Koran und beten fünfmal am Tag. Sie sollten ihre kleinen Streitigkeiten beseitigen und sich daran erinnern, dass sie demselben Glauben anhängen.“
Seine Heiligkeit wies darauf hin, wie bedauerlich es dieser Tage sei, dass viele terroristische Angriffe den muslimischen Gemeinschaften zugeschrieben würden. Er betonte, dass wir alle diese Einstellung ändern müssten. „Es wird in jeder Gemeinschaft immer übelwollende Menschen geben, seien sie Buddhisten, Juden, Christen oder Muslime.“ (Quelle: dalailama.com)



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